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Maker Stories - Susanne Bauer

Susanne Bauer

Hat die Ausmaße eines durchschnittlichen Kühlschrankes – funktioniert aber genau andersherum: ein Brennofen für Porzellan

Auf dem Weg in das Porzellanstudio von Susanne Bauer im Wasserschloss Klaffenbach geht mir durch den Kopf, dass es einige Fragen gibt, die mich im Zusammenhang mit dem Werkstoff Porzellan brennend interessieren. Die Doppeldeutigkeit des Adjektivs „brennend“ fällt mir erst später auf. Aber beginnen wir, wie es sich gehört, von Anfang an und steigen die Treppe in den ersten Stock empor, wo ich schon erwartet werde. Susanne Bauer, eine junge und sympathische Frau mit kurzen braunen Haaren, empfängt mich in ihrem Studio im Wasserschloss in Klaffenbach. Das Studio dient sowohl als Atelier oder Werkstatt als auch als Präsentationsort für das Kunsthandwerk, das der Diplom-Designerin – man spürt es schon nach wenigen Sätzen – absolut am Herzen zu liegen scheint. 

Natürlich interessiert mich als erstes, ob es so etwas wie ein „Erweckungserlebnis“ gegeben habe, das dazu geführt hat, dass Susanne Bauer den nicht immer unbeschwerlichen Weg zu ihrem Beruf, der wohl auch ein klein wenig Berufung zu sein scheint, geführt hat. Susanne Bauer lächelt: „Wenn Sie so wollen, bestand mein Erweckungserlebnis darin, dass ich schon als Kind aus allem, was sich im Haushalt der Eltern anfand, auf kreative Art etwas gestalten wollte. Mit anderen Worten: Basteln und Gestalten hat mich schon von Kindesbeinen an fasziniert.“ Dann stockt sie kurz, um fortzusetzen: „Und jetzt kommt das Lustige, denn ich habe auch damals als Kind schon versucht, meine kreativen Basteleien an Passanten zu verkaufen. Aber der Erfolg war eher marginal, denn außer den Großeltern gab es kaum Abnehmer.“ 

Nach Abitur und der Bewerbung auf Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle fand sie sich zu einem dreitägigen Aufnahmetest daselbst wieder; und sie bestand, konnte also fortan ihr Studium zur Diplom-Designerin aufnehmen. Dass das nicht allen vergönnt ist, belegt die Anzahl der Studierenden, die in ihrem Kurs waren, ganze sieben. „Und das war schon ein großer Kurs“, so Susanne Bauer weiter, „im darauffolgenden Jahr bestand der Kurs nur aus zwei Studierenden.“ 

Seither hat es der Werkstoff Porzellan der Designerin angetan. Ich krame in meinem Schulwissen; Kaolin, ja, da gab es doch dieses Kaolin, das zur Herstellung des „weißen Goldes“, wie man ja mit Bezug auf Böttger und Meißen weiß, als ein Grundstoff für die Porzellanherstellung dient. Aber außer Kaolin fällt mir nichts weiter ein. Susanne Bauer hilft weiter: „Außerdem braucht man noch zwei weitere Minerale, Feldspat und Quarz.“ 

Nach der Gestaltung der unterschiedlichsten Objekte geht es in mehreren Brennvorgängen in den Brennofen, in den ich einen Blick werfen darf. Hier herrscht im letzten Brennvorgang immerhin eine Temperatur von 1.280 Grad Celsius und zwischendurch mal schauen, ob alles gut gelungen ist, geht nicht, denn die gebrannten Objekte müssen nach dem Brennen langsam abkühlen, da sie sonst springen würden. Und wer kann sich schon haufenweise Ausschuss leisten? Meistens, so Susanne Bauer arbeite sie allein, was natürlich auch dem kreativen Prozess des Gestaltens geschuldet ist, aber gern bietet sie für Interessierte auch Workshops an. 
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Betreibt ein: Porzellanstudio

Beruf: Diplom-Designerin mit Abschluss der Kunsthochschule Burg Giebichenstein

Verwendete Materialien: Kaolin, Feldspat und Quarz

Brennofen: hat die Ausmaße eines normalen Kühlschranks und manchmal eine Brenntemperatur von 1.280 Grad Celsius

Vermittelt ihr Wissen: in Workshops

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