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Maker Stories - Mario Voigt

Mario Voigt – Stadtfabrikanten e. V.

Eine Kugel in der Kugel aus dem 3-D-Drucker – FabLab Philippstraße 13

Die Grundfläche des Refugiums, auf dem sich Mario Voigt (32), Björn Grunewald (41) und Tino Thoß (44) am wohlsten zu fühlen scheinen, umfasst 230 Quadratmeter – die Adresse lautet Philippstraße 13 in einem Hinterhof am Rande des nördlichen Chemnitzer Sonnenbergs. Es heißt FabLab, was ein Kunstwort ist und vom englischen „fabrication laboratory“, also Fabrikationslabor, kommt. Das Ganze ist im besten Wortsinn eine Mitmachwerkstatt, die sich eben gerade nicht als klassischer Dienstleister á la „Ich hab da mal ein kaputtes Teil und würde es gern repariert in einer Stunde wieder abholen!“ versteht. Im FabLab lautet die Philosophie anders: „Ach, du hast ein kaputtes Teil, dann komm doch her und repariere es bei uns selbst. Gern kannst du unser Werkzeug nutzen und Hilfe bekommst du auch…“ Im besten Sinne bietet das FabLab eben alles aus einer Hand: Raum, Werkzeug, Maschinen und Wissen. Das Einzige, was man wirklich noch selbst mitbringen muss, ist der Wille, selbst mit Hand anzulegen. 

Trägerverein des FabLab ist der gemeinnützige Verein Stadtfabrikanten e. V., der im Januar 2016 gegründet wurde; mit einer Vorlaufzeit von zwei Jahren – dann aber ging es richtig los. Inzwischen gehören dem Verein 44 Mitglieder an, die meisten so zwischen dreißig und vierzig Jahre alt, was ja für Chemnitz einen beachtlich jungen Altersdurchschnitt darstellt. Die unterschiedlichen Werkstattbereiche bieten Betätigungsmöglichkeiten in den unterschiedlichsten Professionen; ganz gleich ob Holz oder Metall oder Textilien zu bearbeiten sind oder der 3D-Drucker angeworfen wird und die erstaunlichsten Gebilde herstellt. Björn klärt mich auf: „3D-Druck bietet faszinierende Möglichkeiten. Komplexe Gebilde können sozusagen am Stück gefertigt werden, nur anhand von Zeichnungen.“ Dann gibt er mir ein Beispiel. „Wir können sozusagen eine Kugel innerhalb einer Kugel drucken. Probieren Sie das mal mit herkömmlichen Holz- oder Metallbearbeitungswerkzeugen wie Bohrern, Fräsern oder einer Drehbank.“ Ich will es mir gar nicht vorstellen, es herkömmlich probieren zu wollen. Dafür ist der arbeitende 3D-Drucker ein viel zu interessantes Beobachtungsobjekt. 

Die drei aktiven Vereinsmitglieder, die mir für unser Gespräch gegenüber sitzen, verkörpern diese Bastler- und Makeridee auf geradezu brillante Art und Weise, was dazu führt, dass mit berechtigtem Stolz noch tausend weitere Dinge zu erzählen gewesen wären. Mit Verweis auf eine Gleichbehandlung aller beteiligten Maker im Rahmen dieses Projektes wird hier allerdings nur das wiedergegeben, was eben gerade auf eine knappe DIN-A-4-Seite passt. 

Was ich noch erfahre ist, dass die Werkstattbereiche nicht nur den Vereinsmitgliedern offen stehen. Wer Lust und Laune hat, kann sich zum Beispiel jeden Mittwoch zwischen 16 Uhr und 20 Uhr in der sogenannten „Offenen Werkstatt“ tummeln, um seine Fähigkeiten auszuprobieren oder auch Neues zu lernen. Aus Haftungsgründen wird allerdings darauf verwiesen, dass es vorteilhaft ist, nicht allein zu werkeln, sondern sich einem Vereinsmitglied anzuschließen. Dass aus solch einem „Mitmachen auf Probe“ auch die eine oder andere Mitgliedschaft im Verein entstehen wird, dafür – da bin ich mir sicher – werden Mario, Tino und Björn garantiert sorgen.
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Freut sich: über viele, die die Mitmachwerkstatt des FabLab nutzen

FabLab?: Kunstwort aus „fabrication laboratory“ oder Fabrikationslabor

Standort: Sonnenberg Chemnitz

Vorhandenes Werkzeug: alles, was man sich denken kann (auch 3D-Drucker)

Organisationsform: Vereinsmitgliedschaft (oder als Gast)

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