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Maker Stories - Florian Rau

Florian Rau – Phänomenia

Wenn man mit 35 noch im Sandkasten spielt

Ein Beispiel, wie man vom Diätassistenten und späteren Diplom-Wirtschaftsingenieur für Lebensmittelsicherheit auf die kreative Schiene kommen kann, liefert Florian Rau (und sofort klargestellt sei, dass natürlich gegen die Berufe, die Florian gelernt hat, nicht das Geringste einzuwenden ist). Der Fünfunddreißigjährige ist mit elf weiteren Mitstreitern bei der Phänomenia, die sich selbst als Lern- und Erlebniswelt bezeichnet, in Stollberg/Hoheneck im dortigen Areal Staleburc angestellt. Er arbeitet dort seit 2017 und in „normalen“, also nicht „coronaverseuchten“ Jahren, haben Florian und seine Kolleginnen und Kollegen immerhin zehn- bis fünfzehntausend vorwiegend junge Besucher, die sich für Phänomene aus Naturwissenschaft und Technik brennend interessieren und die Möglichkeit haben, sich weiterzubilden oder auch selbst Hand anzulegen und in Workshops und Werkstätten mal so richtig der Kreativität freien Lauf zu lassen. Besonders am Herzen scheinen Florian Astronomie und Raumfahrt zu liegen. Und diese beiden Themengebiete gepaart mit Modellbau stellen eine Spielwiese im besten Sinne dar, die schon das Ausmaß mehrerer Fußballplätze zu haben scheint. Da wundert es nicht, wenn man zum Beispiel erfährt, dass es bei Phänomenia auch ein kleines Planetarium gibt, welches ein paar Geheimnisse des uns alle umgebenden Kosmos sicht- und begreifbar macht.

Ein Projekt, was gerade im Begriff ist zu entstehen, ist ein Diorama. Noch nie gehört? Dann hier eine kurze Erklärung: Ein Diorama ist so etwas wie ein Schaukasten, in dem vor einem meistens halbrunden Hintergrund Landschaften, zeitgeschichtliche Vorgänge oder andere Szenarien dreidimensional vergegenständlicht werden. In Stollberg steht die Schaffung eines solchen Dioramas auf der Agenda. Durch ein Fenster der Größe von einem mal zwei Metern wird man aus Richtung Stollberg in Richtung Chemnitz blicken. Die Besonderheit ist, dass nicht nur Landschaftsobjekte oder Gebäude dargestellt werden sollen, sondern dass der Blick durch das Diorama die zu sehenden Landschaften und Gebäude mit zeitgeschichtlichen Ereignissen verknüpfen soll. So wird ganz sicher die ursprünglich in Stollberg beheimatete Bergbaulandschaft eine Rolle spielen aber eben auch die industrielle Entwicklung in Chemnitz in der Blüte des industriellen Zeitalters des Maschinenbaus und der Textilindustrie. 

Ja und dann gibt es noch etwas ganz besonders, worauf laut eigener Aussage Florian richtig stolz ist. Es handelt sich um eine Sandbox. Nein, es geht nicht um die Art Sandboxen, die an den Straßenrändern zu finden sind und sozusagen bei schlecht organisiertem Winterdienst die Selbstbedienungsvariante darstellen. Die Sandbox, die Florian gebaut hat (im Übrigen gibt es in ganz Sachsen nur vier davon) stellt eine Mischform aus virtueller Realität und tatsächlicher Realität dar. Soviel sei vielleicht verraten: In einer Sandbox spielen weißer und gut reflektierender Sand, farbiges Licht und die Verknüpfung von beidem eine Rolle. Kaum zu glauben: Damit kann man sogar die Entstehung von Gebirgen ziemlich realistisch nachahmen. Aber ansehen müsst ihr euch das natürlich selbst. Florian wird dann gern dann die weiteren Erläuterungen geben. 
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Beruf: Diätassistent (und später Diplom-Wirtschaftsingenieur)

Tummelt sich: in der Phänomenia in Stollberg

Staunt selbst: über die Modellierungsmöglichkeiten in einer Sandbox

Schaut gern: in einem mobilen Planetarium in die Sterne

Schaut außerdem: durch ein Diorama von Stollberg bis nach Chemnitz

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