Maker Stories - Anti Saar

Anti Saar

Er will wirklich nur spielen…

Da wir ja irgendwie alle gern spielen, muss es auch Menschen geben, die Spiele für uns entwickeln. Vor langer Zeit sind Spiele wie Schach oder Dame entwickelt worden, später kamen mechanische Spiele hinzu, Würfelspiele sind in aller Munde, dann kam die Digitalität auf, die auch für einen Spieleboom gesorgt hat… aber am Ende hat man schon den Eindruck, dass es immer zu wenige Spiele gibt, ja, wenn da nicht Menschen durch das Entwickeln neuer Spieleideen gegensteuern würden.

Kann es sein, dass Spiele wie „Mensch ärgere dich nicht“, „Mühle“ oder „Halma“ mit der Zeit für den einen oder anderen ihren Reiz verlieren? Natürlich kann das sein. Für den Fall gibt es zwei Möglichkeiten. Die erste besteht darin, sich in sein Schicksal zu fügen und einfach weiter zu spielen. Wem das allerdings absolut zu dröge ist, der wendet sich vertrauensvoll an Anti Saar. Noch nie gehört? Ist nicht schlimm, denn dafür gibt es ja diese Vorstellung der Maker, die etwas ganz Besonders zu bieten haben.

Also, Anti Saar ist 42 Jahre alt und lebt in Estland, er ist eigentlich Schriftsteller und Übersetzer. Familiäres: Er ist verheiratet, hat drei Kinder und lebt in Tartu. An der dortigen Universität hat er ein Studium der Semiotik absolviert. Für diejenigen, die nicht wissen, was das ist (wie mich): Im weitesten Sinne bezeichnet Semiotik eine Wissenschaft, die sich der Zeichentheorie widmet. Ob das auch einen Einfluss auf sein Maker-Dasein hat, werden wir gleich sehen. Beruflich arbeitet Anti derzeit als Schriftsteller und Übersetzer; gerade aktuell hat er auch z. B. Werke von Marcel Proust übersetzt und schriftstellerisch ist er überwiegend für Kinder unterwegs, was ja ganz allgemein als die hohe Schule der Schriftstellerei betrachtet wird.

Anti hat eine ganz besondere Gabe: Er stellt Spiele nach Kundenwunsch her. Im besonderen Fokus seiner Arbeit stehen Flipperspiele. In den vergangenen Jahren hat Anti rund 20 Spiele ganz nach Kundenwunsch hergestellt; so ungefähr nach folgendem Motto: Bitte kreieren Sie mir ein Flipperspiel, das nicht größer als ein Billardtisch (Poolbillard) sein soll, an dem man auch als Mannschaft spielen kann, bei welchem die Kugeln unterschiedliche Größen haben und das in jedem Fall nach zwei Stunden Spiel einen Gewinner findet. Aber das war nur ein Beispiel, bei dem Anti wahrscheinlich nur lächeln würde. Denn die Spiele, die er entwirft, sind im Regelfall deutlich anspruchsvoller und beinhalten auch eine Menge technischer Details, die man erst einmal kennen muss, wie zum Beispiel den Neigungswinkel einer Kugelbahn, den richtigen Anstellwinkel für eine „Schanze“, über die eine Kugel laufen soll oder dergleichen. Auf diesem Weg sind zum Beispiel neben Flippermaschinen auch mechanische Automaten oder Zeichenmaschinen entstanden (womit man wieder einmal sieht, dass die Kenntnis der Zeichenlehre auch Vorteile mit sich bringt – siehe oben).
Das Ganze geht sogar so weit, dass Anti auch Spiele entwickelt hat, die er bewusst nicht farblich gestaltet hat… einzig und allein aus dem Grund, den Bestellern die Möglichkeit zu geben, ihr Spiel selber zu colorieren.

Nun könnte man ja fragen, warum Anti sein Hobby nicht zur Arbeit macht? Anti hat eine ganz einfache Antwort: Weil es ihm gelungen ist, schon seine Arbeit zum Hobby zu machen. Und wozu braucht man mehr als zwei Hobbies?
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Begeistert sich: für Flipperautomaten

Lebt aber eigentlich: von der Schriftstellerei (vorwiegend für Kinder)

Hat seine Heimat: in  Estland

Kann von sich sagen: seinen Beruf zum Hobby und sein Hobby zum Beruf gemacht zu haben

Schöpft seine Ideen auch: von den drei Kindern, die er hat

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